Bundesverfassungsgericht: Das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe ist verfassungswidrig

Das 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid verstößt gegen das Grundgesetz, das entschied heute das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Nach Ansicht des Gerichts gebe es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Das schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und dabei Angebote von Dritten in Anspruch zu nehmen. § 217 StGB verhindere dies im wesentlichen. Im Jahr 2015 wurde die „geschäftsmäßige Beihilfe“ strafbar. Ärzte, die Hilfe zum Freitod als Teil ihrer ärztlichen Tätigkeit begreifen, müssen nicht mehr fürchten, sich nach § 217 StGB strafbar zu machen, wenn sie einem Patienten Sterbehilfe leisten. BVerfG, Urteil vom 26.02.2020, Az. 2 BvR 2347/15; 2 BvR 651/16; 2 BvR 1261/16

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Bundesverfassungsgericht: Das Verbot geschäftsmäßiger Sterbehilfe ist verfassungswidrig

Das 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Beihilfe zum Suizid verstößt gegen das Grundgesetz, das entschied heute das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Nach Ansicht des Gerichts gebe es ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Das schließt die Freiheit ein, sich das Leben zu nehmen und dabei Angebote von Dritten in Anspruch zu nehmen. § 217 StGB verhindere dies im wesentlichen. Im Jahr 2015 wurde die „geschäftsmäßige Beihilfe“ strafbar. Ärzte, die Hilfe zum Freitod als Teil ihrer ärztlichen Tätigkeit begreifen, müssen nicht mehr fürchten, sich nach § 217 StGB strafbar zu machen, wenn sie einem Patienten Sterbehilfe leisten. BVerfG, Urteil vom 26.02.2020, Az. 2 BvR 2347/15; 2 BvR 651/16; 2 BvR 1261/16

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